WEIHNACHTEN IN DER HAUPTKLÄRANLAGE

Abwasserreinigung kennt auch in der stillsten Zeit des Jahres keine Pause

Im Dienst am Heiligen Abend: Alexander Christian (li.) und Robert Wacha.

„Wir klären alles“ heißt es 24 Stunden täglich und 365 Tage im Jahr in der ebswien hauptkläranlage: Die Mitarbeiter, die am Heiligen Abend zum Dienst eingeteilt sind, haben ihre eigenen Strategien entwickelt, wie auch sie mit ihren Familien Weihnachten feiern können. „Meine Tochter Anna ist jetzt gerade zweieinhalb geworden“, erzählt Alexander Christian, „im Vorjahr hat sie nur an einem Packerl herumgezupft, aber heuer werden es ihre ersten bewussten Weihnachten.“ Sein Dienst als schichtführender Werkmeister startet am 24. Dezember um 18.30 Uhr mit einem Übergabegespräch. Also genau dann, wenn viele andere Familien gerade mit der Bescherung beginnen. „Dienst ist eben Dienst“, nimmt es Christian gelassen, und auch seine Ehefrau habe sich damit abgefunden. Die Lösung der beiden: Für die kleine Anna ist schon zu Mittag Bescherung.

Da haben die drei Kinder von Robert Wacha ihre Geschenke schon in der Hand, denn er und seine Lebensgefährtin haben die Bescherung noch weiter nach vorne gelegt. Ab wann Florian (11), Jennifer (10) und Raphael (5) denn schon ungeduldig werden? „Wir versuchen, dass so lange wie möglich die Vorhänge zugezogen bleiben“, lacht Wacha, „aber spätestens um 9 Uhr ist es so weit.“ Der Labor-Werkmeister sieht dabei durchaus Vorteile: „Die Kinder können den ganzen Tag mit ihren Geschenken spielen, es gibt nicht diese Hektik wie am Abend.“ Und so gibt es bei den Wachas auch dann die Bescherung schon in der Früh, wenn der Papa am Heiligen Abend keinen Dienst hat. Der endet für Wacha heuer am 25. Dezember um 7.30 Uhr Früh. Und wenn er dann heimkommt, warten seine Kinder schon wieder auf ihn. Die neuen Spielsachen müssen natürlich auch am zweiten Weihnachtstag noch intensiv ausprobiert werden. „Aber irgendwann“, so Robert Wacha, „muss ich dann doch auch schauen, dass ich zu meinem Schlaf komme.“

„Alle Neune“ rund um die Uhr für Wien im Einsatz

Aus insgesamt neun Mitarbeitern besteht eine Schicht in der ebswien hauptkläranlage. Der schichtführende Werkmeister hat das Sagen und ist für Elektro- und Maschinentechnik zuständig. Sein Stellvertreter kümmert sich als Labor-Werkmeister schwerpunktmäßig um die für die Betriebsführung notwendigen Messungen. Gemeinsam lenken sie von der Schaltwarte aus die gesamte Anlage. Unterstützung erhalten die beiden Werkmeister von einem Laboranten, der die Online-Messgeräte überwacht und, wenn nötig, kalibriert, Abwasserproben zieht, Vergleichsmessungen und Plausibilitätsüberprüfungen vornimmt.  Der Schichtelektriker und der Schichtschlosser beheben allfällige Störungen und erledigen anfallende Reparaturen. Vier Kanalarbeiter sorgen unter anderem für den Transport des in der mechanischen Reinigung anfallenden Rechenguts, kümmern sich um den Schlammabzug und führen Kontrolltätigkeiten und Reinigungsarbeiten durch. Gemeinsam sorgen „alle Neune“ dafür, dass die Abwasserreinigung in Wien auch an Feiertagen, an Wochenenden und Nacht für Nacht in bester Qualität funktioniert. 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr.

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