LEISTUNGSBILANZ 2010: WAS WIR DER DONAU ERSPART HABEN

Mehr als 220 Milliarden Liter Abwasser gelangten im Jahr 2010 über das Kanalnetz in die ebswien hauptkläranlage in Simmering, pro Sekunde also knapp 7.000 Liter. Die mittlere Reinigungsleistung der Anlage lag bei 98 Prozent (bezogen auf die biologische Schmutzfracht) und übertraf den gesetzlich geforderten Wert von 95 Prozent damit deutlich. Umweltstadträtin Ulli Sima: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ebswien leisten einen enorm wichtigen Beitrag zur Reinhaltung unserer Gewässer. Die aktuellen Daten beweisen einmal mehr, dass sich die Investitionen in die Erweiterung der Hauptkläranlage für die Umwelt und die Lebensqualität in Wien auszahlen.“

In der mechanischen Reinigungsstufe wurden im Jahr 2010 pro Tag knapp 18.800 Kilogramm Feststoffe (Schotterfang-, Sandfang- und Rechengut) aus dem Abwasser geholt. In den daran anschließenden beiden biologischen Reinigungsstufen wurden im Vorjahr 30.931 Tonnen Kohlenstoff, 9.178 Tonnen Stickstoff und 1.400 Tonnen Phosphor aus dem Abwasser der Wienerinnen und Wiener entfernt. Gewaltige Schmutzmengen, die ohne Behandlung in der ebswien hauptkläranlage zu erheblichen Belastungen der Donau aus ökologischer und hygienischer Sicht führen würden.

Beim Reinigungsprozess fielen im Jahr 2010 insgesamt 1.840.274 m3 bzw. 63.109 Tonnen voreingedickter Klärschlamm an. Im Werk Simmeringer Haide der Wien Energie Fernwärme entsteht daraus bei der thermischen Verwertung Fernwärme.

Weitere Leistungssteigerung

Der Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV)legt Leistungswerte für Kläranlagen fest, die nicht überschritten werden sollten. Berechnet werden diese aus einer Kombination der Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorentfernung aus dem Abwasser. Für größere Kläranlagen (> 5.000 Einwohnergleichwerte) liegt der Leistungswert bei 3,0. Im Jahr 2010 erreichte die ebswien hauptkläranlage den ausgezeichneten Wert von 1,69. Nach 1,83 (2008) und 1,71 (2009) also eine weitere Verbesserung der Reinigungsleistung auf höchstem Niveau.

Zahlen 2010

Zulauf: 220.021.809 m3, das entspricht 6.976 Liter pro Sekunde

Mechanische Reinigung:
Schotterfanggut 415 t
Sandfanggut 1.693 t
Rechengut 4.752 t

Biologische Reinigung:
Kohlenstoff 30.931 t
Stickstoff 9.178 t
Phosphor 1.400 t

Klärschlamm 1.840.274 m3 (Trockensubstanzgehalt 3,5 %)

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