BILANZ 2013: SPITZENWERTE BEI ABWASSERREINIGUNG

Reinigungsleistung lag im Jahr 2013 über 98 Prozent – ebswien setzt auf Energieeffizienz und erneuerbare Energieträger.

24 Stunden täglich im Einsatz für den Gewässerschutz.

Mehr als 207 Milliarden Liter Abwasser gelangten im Jahr 2013 über das Kanalnetz in die ebswienhauptkläranlage in Simmering, pro Sekunde also mehr als 6.500 Liter. Die mittlere Reinigungsleistung der Hauptkläranlage lag deutlich über 98 Prozent (bezogen auf die biologische Schmutzfracht) und übertraf den gesetzlich geforderten Wert von 95 Prozent damit deutlich. „Die ebswien hauptkläranlage legt Jahr für Jahr Spitzenwerte bei der Abwasserreinigung vor und setzt dabei voll auf Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energieträger“, zeigt sich Umweltstadträtin Ulli Sima erfreut: „Dahinter steckt sehr viel Arbeit, 24 Stunden täglich und 365 Tage im Jahr. Die 167 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ebswien leisten einen enorm wichtigen Beitrag zur Reinhaltung unserer Gewässer und damit zur Lebensqualität in Wien.“

 

Entlastung der Donau

In der mechanischen Reinigungsstufe der Hauptkläranlage wurden im Jahr 2013 mehr als 6.100 Tonnen Feststoffe (Schotterfang-, Rechen- und Sandfanggut) aus dem Abwasser geholt, pro Tag also rund 16.700 Kilogramm.

In den daran anschließenden beiden biologischen Reinigungsstufen wurden im Vorjahr 26.389 Tonnen Kohlenstoff (mehr als 72.000 Kilogramm pro Tag), 9.107 Tonnen Stickstoff (rund 25.000 Kilogramm pro Tag) und 1.336 Tonnen Phosphor (rund 4.000 Kilogramm pro Tag) aus dem Abwasser der Wienerinnen und Wiener entfernt. „Wir ersparen der Donau täglich mehr als 100.000 Kilogramm an Schmutzstoffen“, betont ebswien-Generaldirektor Christian Gantner, „ohne unsere Arbeit wäre sie in ökologischer und hygienischer Hinsicht erheblich belastet.“

 

ebswien setzt auf Energieeffizienz und erneuerbare Energie

Abwasserreinigung braucht Strom, größter „Energiefresser“ beim 20 Stunden dauernden Reinigungsprozess in der ebswien hauptkläranlage ist die „Belüftung“ in den Belebungsbecken, also die Versorgung der Trillionen von Mikroorganismen, die für den Schadstoffabbau sorgen, mit Sauerstoff. Die ebswien setzt seit Jahren auf die Steigerung der Energieeffizienz der Anlage und den Einsatz erneuerbarer Energieträger. Und das erfolgreich: Der Strombedarf der Hauptkläranlage konnte bereits um 11 Prozent reduziert bzw. durch erneuerbare Energieträger ersetzt werden. Trotz der hohen Energieeffizienz der Anlage summiert sich der Verbrauch: So verbrauchte die ebswien hauptkläranlage im Vorjahr für die Abwasserreinigung auf höchstem Niveau 56.400 Megawattstunden an elektrischer Energie, das entspricht einem knappen Prozent des Gesamtstromverbrauchs in Wien.

 

EOS 2020: Abwasserreinigung mit Ökostrom aus eigener Erzeugung

„EOS – Energieoptimierung Schlammbehandlung“ heißt das bedeutendste Projekt der ebswien hauptkläranlage im Energiebereich, für das die Vorarbeiten schon auf Hochtouren laufen. Klärschlamm bleibt in erheblichen Mengen als „Restprodukt“ des Reinigungsprozesses übrig, im Jahr 2013 insgesamt 1.957.993 Kubikmeter Dünnschlamm bzw. 61.641 Tonnen Trockensubstanz. Im Werk Simmeringer Haide der Wien Energie entsteht daraus derzeit bei der thermischen Verwertung Fernwärme. In Zukunft wird der Klärschlamm direkt auf dem Anlagengelände der ebswien zur Energieproduktion genutzt: Das in sechs jeweils 35 Meter hohen Faultürmen daraus entstehende Klärgas wird in Blockheizkraftwerken in Strom und Wärme umgewandelt werden. Die neue Schlammbehandlungsanlage wird ab 2015 in sechsjähriger Bauzeit bei voller Aufrechterhaltung des Betriebs errichtet. „Ab 2020 können wir den Energiebedarf der Anlage selbst aus dieser erneuerbaren Energiequelle decken“, so ebswien-Chef Gantner, „damit senken wir den Ausstoß an CO2-Äquivalenten um 40.000 Tonnen pro Jahr. Ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Wiener Klimaschutzziele.“

 

Zahlen 2013

 

 

Zulauf:

• 207.600.000 m³, das entspricht
• 568.767.123 Liter pro Tag bzw.
• 6.583 Liter pro Sekunde

 

Mechanische Reinigung: 

• Schotterfanggut: 613 t
• Rechengut: 4.312 t
• Sandfanggut: 1.184 t

 

Biologische Reinigung:

• Kohlenstoff (organisch): 26.389 t
• Stickstoff: 9.107 t
• Phosphor: 1.336 t

 

Klärschlamm:
• Dünnschlamm: 1.957.993 m³
• Trockensubstanz: 61.641 t

 

Stromverbrauch:
• 56.400 MWh

ebswien hauptkläranlage Ges.m.b.H. - 11. Haidequerstr. 7 - A-1110 Wien - T: +43 1 76 099 - info@ebswien.at