Vorklärung

Die Vorklärung ist der vierte und letzte Schritt der mechanischen Abwasserreinigung. In den großen Becken beträgt Fließgeschwindigkeit lediglich rund 2 Zentimeter pro Sekunde. Deshalb können flockige Abwasserbestandteile und kleinere Feststoffe zur Beckensohle absinken. Bandräumer schieben den sogenannten Primärschlamm ans Beckenende, von wo er abgezogen wird. Jeden Tag werden 80 bis 120 Tonnen Feststoffe („Primärschlamm“) aus der Vorklärung entfernt und zur Schlammeindickung weitergefördert. Tritt an der Wasseroberfläche Schwimmschlamm auf, handelt sich meistens um Zigarettenreste oder Blüttenpollen. Die Zigarettenreste sind Stoffe, die eigentlich nicht in die Kanalisation gelangen sollten. Diese müssen über Abzugseinrichtungen aus dem Becken entfernt werden, um in nachfolgenden Anlagenteilen Betriebsprobleme zu vermeiden.

Mit der Vorklärung ist die mechanische Abwasserreinigung abgeschlossen. Die Wirkung zeigt sich im Ablauf der Vorklärbecken. Feststoffe sind mit freiem Auge nicht mehr erkennbar. Es sind bereits ca. 30 % der Verunreinigungen aus dem Abwasser entfernt. Der Rest der Verschmutzung ist in gelöster Form vorhanden, der in den beiden nachfolgenden biologischen Stufen entfernt wird.

Technische Details

  • 4 Becken
  • Länge 70 m
  • Breite pro Becken 33 m
  • Tiefe 3 m
  • Gesamtoberfläche 9.240 m²
  • Volumen Einzelbecken: 6.900 m³
  • Gesamtvolumen 27.700 m³
  • Primärschlammräumung mit Bandräumern

Vorheriger Schritt:
<<< Sandfang

Nächster Schritt:
>>> Belebung 1. biologische Reinigungsstufe

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