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ZWISCHENBILANZ: PROJEKT E_OS VOLL AUF KURS

Zwei Jahre nach der Grundsteinlegung stehen Belebung und Zwischenklärung Süd vor der Inbetriebnahme

Tellerbelüfter und Rührwerk in einem neuen Belebungsbecken der 1. biologischen Reinigungsstufe der ebswien hauptkläranlage.

Vor Inbetriebnahme: Zwischenklärbecken der neuen 1. biologischen Reinigungsstufe.

„Die Arbeiten liegen exakt im Zeit- und Kostenplan“, erklärt Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke anlässlich des zweiten Jahrestags des Spatenstichs für das Projekt E_OS – Energie_Optimierung Schlammbehandlung in der Wiener Hauptkläranlage.  Das Projekt stelle eine „logistische Herausforderung“ dar, so Sima: „Der Umbau der Kläranlage erfolgt bei laufendem Betrieb. Die Qualität der Abwasserreinigung in Wien ist dabei zu jedem Zeitpunkt garantiert.“ Trotz der Bauarbeiten erreichte die städtische Hauptkläranlage im Jahr 2016 eine Reinigungsleistung von 98,7 Prozent (bezogen auf die biologische Schmutzfracht). „Damit haben wir den gesetzlich geforderten Wert von 95 Prozent erneut deutlich übertroffen“, betont ebswien-Generaldirektor Christian Gantner.

Sauberes Abwasser, sauberer Strom

Künftig sorgt die Hauptkläranlage nicht nur für sauberes Abwasser, sondern auch für saubere Energie. Für die optimale Reinigung der Wiener Abwässer verbraucht die Hauptkläranlage etwas mehr als 1 Prozent des von Wien Energie jährlich erzeugten Stroms. Das Projekt E_OS sieht die Errichtung von sechs jeweils 30 Meter hohen Faulbehältern vor. Dort entsteht das energiereiche und als erneuerbarer Energieträger anerkannte Klärgas, das anschließend in Blockheizkraftwerken in Energie umgewandelt wird.

Platz für den Klimaschutz

Bevor aber die eigentliche Schlammbehandlungsanlage gebaut werden kann, muss erst der Platz dafür geschaffen werden. Das geschieht durch die notwendig gewordene Reinvestition in die Vorklärung und die 1. biologische Stufe der Hauptkläranlage. Ihre Becken werden künftig deutlich höher ausfallen, dafür eine kleinere Grundfläche haben. Das Gesamtvolumen steigt sogar!

Luft für die Mikroorganismen

Drei Viertel der neuen Vorklärbecken sind bereits im Betrieb, derzeit laufen die abschließenden Arbeiten für die Inbetriebnahme der 1. biologischen Reinigungsstufe. Exakt 23.294 Tellerbelüfter sorgen künftig in ihren Belebungsbecken dafür, dass die Mikroorganismen im Abwasser mit ausreichend Luft und somit Sauerstoff versorgt und damit fit für den Schmutzstoffabbau werden. Die Tests für die neuen Anlagenteile beginnen im Mai 2017, die Inbetriebnahme ist für Juni 2017 vorgesehen.

Bisherige Baumassen

Bis zu 150 Personen sind, unterstützt von sechs Kränen, auf der Großbaustelle beschäftigt. Bisher haben sie schon mehr als 38.000 Kubikmeter Erde ausgehoben, mehr als 15.000 Kubikmeter Beton und rund 4.300 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut und rund 50.000 Quadratmeter Schalungen errichtet. Im Sommer 2017 starten dann die Bauarbeiten an der neuen Schlammbehandlungsanlage mit dem neuen Wahrzeichen der Hauptkläranlage, den sechs riesigen Faulbehältern.